Recycling und Wiederverwendung von Holz
TP5 strebt an, die Recycling- und Wiederverwendungsrate von Holzabfällen zu steigern und deren Wertschöpfung durch Einsatz in Massivholzprodukten zu erhöhen. Kernziele sind die Verbesserung der Erkennungstechnologien für präzisere Sortierung, die Optimierung von Logistik und Lieferketten für geschlossene Materialkreisläufe sowie die Entwicklung automatisierter Verfahren zur Verarbeitung von Holzabfällen zu standardisierten Massivholzelementen und hochwertigen Baumaterialien.

National wie international ist die stoffliche Altholznutzung nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau und findet fast ausschliesslich in der Spanplattenproduktion statt. Teilprojekt 5 "Recycling und Wiederverwendung von Holz" strebt an, dass (a) die Wiederverwendungs- und Recyclingquote deutlich erhöht wird, und dass (b) eine höhere Wertschöpfung durch Einsatz von Altholz in Vollholzprodukten erreicht wird. Um diese Ziele zu erreichen werden drei parallele Entwicklungsstränge verfolgt:
- Während die Analytik bspw. in der Kunststoffsortierung mittlerweile eine hohe Trennschärfe zulässt, besteht für Altholz noch ein erheblicher Nachholbedarf. Im Rahmen des geplanten Projektes sollen hier Voraussetzungen für eine höhere Erkennungsgenauigkeit geschaffen und im industriellen Umfeld getestet werden.
- Logistik und Handelswege sind ein entscheidender Faktor für die Schliessung von Stoffkreisläufen von Holzprodukten. Sie sollen umfassend evaluiert werden, und Optimierungskonzepte sollen abgeleitet werden.
- Bei der Holzaufbereitung und Weiterverarbeitung zu Sekundärbaustoffen unterscheidet das Projekt drei Handlungsfelder: (1) Wiederverwendung von Balken und Vollholzplatten; (2) Herstellung von Vollholzplatten aus standardisierten kleinskaligen Altholzelementen; (3) Nutzung von Altholz in der Spanplattenproduktion. Für (1) und (2) wird eine automatisierte industrielle Aufbereitung der Vollholzfraktionen aus dem Altholzstrom zu standardisierten Vollholzelementen angestrebt, bevor diese zu handelsüblichen Bauprodukten (im Gegensatz zu Produkten in Altholzoptik) weiterverarbeitet werden.
Kontaktperson
Prof. Dr. Heiko Thömen
BFH – Institut für Baustoffe und biobasierte Materialien
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